FIDACA BULLETIN NR. 21 - SOMMER 2010
INHALTSVERZEICHNIS
1- LEITARTIKEL vom Präsidenten
2- GEBET ausgewählt vom internationalen Seelsorger: "Sämann des Lächeln"
3- Seligsprechung von Lolo in Linares/Spanien - Pater André Tihon
4- 'Die Augen des Herzens von Lolo' - Ignacio S. Madico
5- FIDACA aufruf : solidarität für HAITI und CHILE - Anne Maniero
6- Blindenstockprojekt – Fortsetzung / 2. Abschnitt
7- Die ESDAC-Erfahrung wird in 2012 bestärkt
8- Gedanken und Gebete für unseren Freund Luca BERGAMASCHI
9- Verzeichnis der Mitarbeiter und Daten Website Fidaca
*********************************
1 - LEITARTIKEL
Liebe Freundin,
Lieber Freund,
am 12. Juni 2010 ist die FIDACA nach Linares in Spanien eingeladen gewesen, um die Seligsprechung von Manuel Lozano Garrido, genannt LOLO, mitzuerleben.
CECO, unserer spanisches Mitglied der FIDACA, hatte den Präsidenten und den internationalen Seelsorger eingeladen, an dieser Feierlichkeit, umgeben von 36 Mitgliedern der Vereinigung, teilzunehmen.
Bemerkbar war eine große Inbrunst beim Gebet während der Eucharistiefeier so wertvoll für Lolo.
Dieser beeindruckende Moment soll es uns ermöglichen, uns als katholische Organisation reich an Werten einzuordnen.
Die Anwesenheit der blinden Menschen innerhalb der Kirche und diese hier unter den Blinden ermöglicht einen Austausch über das Leben und die Teilnahme am Leib Christi.
Dieser Weg, den wir seit 25 Jahren in der FIDACA gehen, soll weitergeführt werden können.
Er ist uns im letzten Jahr in Landschlacht bewusst geworden und der Vorstand der FIDACA bereitet ein neues Zusammentreffen für das Frühjahr 2012 vor, anlässlich der Generalversammlung, die im Sitz unserer Föderation stattfinden wird.
Das allgemeine Ziel unserer Zusammenkunft wird „ein Treffen mit Gott in der Gemeinschaft der Mitglieder sein, um Stärke und Segen für das Leben der Vereinigungen zu erhalten“.
Dieser sehr bedeutende Moment wird es uns ermöglichen, uns zu vereinen, um uns über den einheitlichen und wie sehr menschlichen Charakter unserer Vereinigungen bewusst zu werden.
Die Weltjugendtage in Madrid vom 16. bis 22. August 2011 werden auch die Gelegenheit für die jungen blinden und sehbehinderten Menschen sein, innerhalb der Kirche eine beeindruckende Zeit in ihrem Leben zu erleben.
Behalten wir unsere Gesichter auf Jesus Christus und unser Herz auf unseren Nächsten gerichtet.
Eric GHYSSELINCKX
Präsident
*****************************
2 – GEBET
HERR,
mache aus mir einen Sämann des Lächelns.
Dass es fröhlich und nie ironisch ist, strahlend und nie verächtlich, liebenswürdig und nie verschlossen.
Herr,
vermindere in mir die Bitterkeiten und bereichere mich mit deinem Lächeln.
Mache mich reich an Lächeln, die Glück bereiten.
Bereichere mich an Freude, um Lächeln aufkommen zu lassen.
Gib meinem Lächeln das Wunder,
den Schwachen ein bisschen Kraft,
den Hoffnungslosen ein bisschen Vertrauen,
den Einsamen ein bisschen Glück zu bringen.
Herr, ich bitte Dich, lebe in meinem Gesicht und in meinem Herzen.
*******************
3 - Seligsprechung von Lolo in Linares am 12. Juni 2010
Auf den Vorschlag von Luis Garcia y Martinez, dem Präsidenten der CECO, hin, hat Mgr. Hoyo López, Bischof von Jaén, nördlich von Granada, uns, den Präsidenten Eric Ghysselinckx und mich, zur Feier der Seligsprechung von Manuel Lozano Garrido, besser bekannt durch seinen Vornamen Lolo, eingeladen. Wir wurden sehr freundlich von Ignacio Segura Madico, dem fast blinden Vize-Präsidenten der CECO und von Vater José Luís Achotegui und Javier Navarro, alle beide von CECO aus Bilbao, die Luis gebeten hatte, für uns als Dolmetscher zu fungieren, empfangen. Ein kolumbianisches Paar, Eduardo und Audrey, Freunde von Ignacio, haben uns in ihren Autos mitgenommen. Mit ihnen und Sonia, einer jungen Blinden aus Saragossa, haben wir bei Ignacio in einer schönen Wohnung mit Blick auf die mit Olivenbäumen überwachsene Landschaft übernachtet.
Am Samstagmorgen hat uns Ignacio zum Essen eingeladen, um eine spanische Spezialität, die „churros (fritiertes Spritzgebäck)“, die man in heiße Schokolade tunkt, kennen zu lernen und um danach die arabischen Bäder der Stadt und die Kathedrale aus dem XVI. Jahrhundert im Renaissance- und Barockstil zu besichtigen. Nach der von Ignacio’s Freunden vorbereiteten Paella sind wir nach Linares gefahren, um Luís zu treffen, bevor wir zum Gottesdienst gingen.
Ignacio wird Ihnen vom Leben Lolos, das durch das Fortschreiten seiner Lähmung und seiner Blindheit gezeichnet war, berichten. Ich werde einige Worte über die Feier der Seligsprechung sagen. Man muss zunächst betonen, dass er der erste Journalist der Welt ist, der selig gesprochen werden soll. Die Feier steht unter der Leitung von Mgr. Erzbischof Angelo Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, umgeben von zwei Kardinälen, etwa zwanzig Erzbischöfen und Bischöfen und zweihundert Priestern. Trotz des Regens nehmen 15.000 Gläubige an der Feierlichkeit durch ihren Gesang und ihr Gebet teil. Für die gehörlosen Menschen werden die Texte von einer Übersetzerin in Zeichensprache übertragen. Die beeindruckendsten Momente waren sicherlich die Verkündigung der Seligsprechung durch Mgr. Amato, gefolgt vom Aufsteigen gelber und weißer Luftballons, dem Glockengeläut aller Kirchen von Linares und der Prozession mit den von den Freunden Lolos getragenen

Der Prozession mit den von den Freunden Lolos getragenen Reliquien des neuen Seligen.
Reliquien des neuen Seligen. Die erste Lesung wurde von einem Blinden vorgetragen.
Nach der Messfeier sind wir nach Jaén zurückgekehrt, um am nächsten Morgen nach Brüssel zu fliegen. Ich war sehr beeindruckt von der Persönlichkeit und der Lebensweise von Lolo, der trotz seiner Krankheit und der Verschlechterung seiner Gesundheit, durch Worte, Schriftstücke – Artikel in den Zeitungen und Zeitschriften und zahlreiche Bücher -, durch die Ratschläge an all jene, die sich an ihn wandten, eine außergewöhnliche Tätigkeit zeigte, wobei er immer vor tiefer Freude erstrahlte.
André Tihon, Fidaca kirchlicher Berater
Juni 2010
*********
4 - Die Augen des Herzens von Lolo, sehen Gott
MANUEL LOZANO, genannt Lolo, der Bartimäus des 20. Jahrhunderts führt uns über seine Schriftstücke und seine Lebensweise zu Gott.
Krankheiten, die bei Lolo ganz bedeutende Behinderungen zur Folge hatten, wurden von ihm in eine Opfergabe an Gott verwandelt, in einem Lied des Lobes und ewigen Gebetes.
Während seiner letzten Lebensjahre verlor er auch sein Augenlicht. Aber Lolo, ein Mensch der sich über seine Einschränkungen hinwegsetzte, machte aus dieser Finsternis einen Ort des Gebetes und der Hingabe an Gott. Seine Finsternis ließ ihn Sinne und Gefühle wahrnehmen, die ihn vorher das viele Licht daran gehindert hatte und die manchmal Menschen, die das Geschenk des Sehvermögens haben, vorübergehen lassen, ohne wahrzunehmen, was sie sehen.
Lolo hat gelernt, Gott mittels der anderen zu sehen, er nutzte nicht nur die Augen seiner Freunde und Bekannten, sondern wusste wie Jesus, in den Menschen das Werk Gottes zu sehen und durch sie in ewiger Gemeinschaft mit dem Werk Gottes zu leben.
Am 12. Juni wird sein Geburtsort Linares Zeuge seiner Seligsprechung sein, durch welche die Kirche uns auffordert, in Lolo ein Vorbild zu sehen und einige Tugenden, die wir versuchen sollen zu erlangen.
Wir Blinde und Sehbehinderte, sollen in Lolo den derzeitigen Mensch sehen, der sich durch und Dank der Hilfe Gottes, über seine Einschränkungen hinwegsetzte indem er aus diesen letztgenannten ein Gebet der Hingabe für Gott und ein Opfer der Hingabe an die Übrigen machte.
Lolo war im 20. Jahrhundert, ganz wie Jesus, ein Mensch, der uns durch seine Lebensweise und sein Zeugnis die Augen des Glaubens öffnete, trotz unserer geschlossenen physischen Augen.
Ignacio Segura Madico
Vize-Präsident der CECO
*******************
5 - DANK VON FIDACA IM ANSCHLUSS AN UNSEREN AUFRUF
ZUR SOLIDARITÄT FÜR HAITI UND CHILE
Infolge der Erdbeben, die sich plötzlich in Haiti im Januar und in Chile Anfang März ereigneten, hat FIDACA zur Solidarität für unsere blinden Brüder und Schwestern in diesen so schwer getroffenen Länder aufgerufen.
Da der Kontakt teilweise schon seit dem letzten Jahr von Frau Santolalla im Hinblick auf ihre Reise wegen der Blindenstöcke, aufgenommen wurde, haben wir einen relativ leichten Zugang vor Ort gehabt. In Chile haben wir uns über deren Präsidenten, Herrn Luis Espinoza, nach den ACIVIC-Mitgliedern erkundigt und wir haben begriffen, dass wir uns einsetzen sollten.
Sie haben alle die „Kurznachricht“, die wir verschickt haben, erhalten und wir sind gerührt von der Antwort, die Sie darauf gaben. Wir konnten mehr als 6.000 Euro sammeln. Ein großer Dank geht an 10 Personen und Vereinigungen, die sich wieder erkennen werden.
Wir haben alle die Schilderungen gehört oder vielleicht die schrecklichen Fotos der Auswirkungen der Erdbeben gesehen – ob es in Haiti oder in Chile war.
Speziell in Haiti war dieses völlig unerwartete Erdbeben besonders verheerend, da die einfachen Bauten, die Häuser, die Gebäude der Institutionen, Ministerien, Geschäfte, Hotels – jene der westlichen Standards inbegriffen und um es klar zu sagen, der Präsidentenpalast selbst, keine anti-seismischen Schutznormen erfordern, da Haiti auf diesem Gebiet bis heute nicht in einer Risikozone war.
Ihre Sorge ist von einer anderen klimatischen Art: Haiti ist regelmäßig Opfer von Orkanen und tropischen Wirbelstürmen. Somit bauen sie Unterkünfte, die den gewaltigen Winden, die sich plötzlich in der Region des nördlichen Wendekreises ereignen, standhalten können. Die Haitianer haben außerdem nicht die Mittel, stabilere Häuser oder Bauwerke zu bauen. Das Land ist so arm…
In der Hauptstadt und den wichtigen Städten stützt man die Gebäude mit enorm großen und schweren Betonplatten – damit das diesen schrecklichen Winden standhält. Die Mauern sind durch dünne Säulen miteinander verbunden und die Fundamente der Bauten sind sehr einfach.
Die Dächer sind in einem Stück gefertigt, gleichermaßen aus sehr hartem Stahlbeton, um die Gewalt der Orkane zu überstehen: so sind alle Dächer, vor allem in den Städten, zu Todesfallen geworden.
Da die Mauern einstürzten, haben die schweren Dächer ganze Familien, Schüler an der Universität und viele Menschen in den Einkaufszentren verschüttet.
Diese so schweren, herabgestürzten Dächer waren also eine richtige Betonschicht, die die mühsame Rettungsarbeit der Feuerwehr und anderer Hilfsmannschaften, die aus allen Ländern kamen, noch erschwerte.
Aus diesem Grund gab es auf Haiti, obwohl die Stärke des Erdbebens beinahe der von Chile glich, mehr als 300.000 Tote, wohingegen man in Chile, einem besser auf Erdbebenkatastrophen vorbereitetes Land, kaum 800 Tote zählte.
Ebenso wie auf Haiti das Rohmaterial fehlt, um die Blindenstöcke herzustellen, gibt es keine Baustoffe und keine Baumaschinen. Es bereitet schreckliches Kopfzerbrechen, daran zu denken „wie das Land wieder aufgebaut werden soll“ ...
In Chile, einem auf dem Feuerring liegendem Land, sind die Normen Pflicht und sehr anspruchsvoll was die Bauwerke betrifft. Es gab dort sicher Schäden, aber das Land ist mehr auf diese Situation vorbereitet. Die chilenische Armee hat sich sofort bereitgestellt, um der Bevölkerung zu helfen und die Hilfeleistung ist dort organisiert.
Dennoch ist ein solches Trauma, das sich plötzlich im Leben ereignet, eine derart schwere Prüfung, die uns betroffen gemacht hat und wir wollten uns einsetzen. Die Spenden, die Sie der FIDACA für unsere Freunde in Chile zugesandt haben, sind ihnen geschickt worden, um sie beim Aufkommen für ihren Überlebensbedarf zu unterstützen, aber da wir uns mit dem Bedarf der blinden Menschen beschäftigen, nutzen wir die Gelegenheit, ihnen Sachen, die das Leben der Blinden erleichtern, zu liefern, wie selbstverständlich die Blindenstöcke, aber auch kleine Lineale und eine Reihe anderer Sonderhilfsmittel für die Blinden, die bei ihnen schwer zu bekommen sind. Frau Santolalla kennt die Bedürfnisse auf diesem Kontinent gut und ist auf der Suche nach der am besten geeigneten Weise zur Unterstützung der Notwendigkeiten der blinden und sehbehinderten Menschen in Chile. Sie bereitet außerdem eine Reise vor, um vor Ende Juni dorthin zu fliegen.
Noch einmal: Danke für Ihre Spenden.
Anne Maniero (Information und Einzelheiten erhalten von Frau Santolalla)
14/06/2010
****************
6 - Blindenstockprojekt – Fortsetzung / 2. Abschnitt
In unserem letzten Bulletin Nr. 20, schrieben wir Ihnen, dass die Vorbereitungsarbeit in den beiden Empfängerländern des 2. Abschnittes, Haiti und Bolivien, am Laufen war. Besonders in Haiti.
Seitdem ereignete sich das Erdbeben unerwartet am 12. Januar 2010.
Frau Santolalla sollte Mitte Januar auf die Karibikinsel fliegen, die Katastrophe verschob jedoch ihre Pläne. Sie konnte schließlich Anfang Mai abreisen und nahm 200 Blindenstöcke, das Höchstgewicht, das sie packen konnte, mit, wobei sie ihr persönliches Gepäck reduzierte.
Wie vorgesehen traf sie sich mit Herrn Michel Péan, dem Staatssekretär des Ministeriums zur Integration von behinderten Menschen und nationalem Verantwortlichen der haitianischen Blindenhilfsgesellschaft (SHAA). Er hat ihr seinen ganzen Dank ausgesprochen für das Interesse, das FIDACA den blinden Menschen in Haiti entgegenbringt, sogar vor dem Erdbeben.
Er erklärte wie schwer das „Überleben“ für die Sehbehinderten ist: wie alle müssen sie auf die Nahrungsmittelhilfe warten. Aber sie haben große Schwierigkeiten, sich zwischen dem brutalen Gedränge während jeder Verteilung der Hilfsgüter den Leuten zu nähern, die die Lebensmittel (Reis, Nudeln, Öl, Erbsen, Zucker, etc.) austeilen. Frau Santolalla kann dieses traurige Erlebnis, das sich jeden Tag wiederholt, bezeugen: sie hatte Geldmittel, um Nahrungsmittel zu kaufen und war bei der Verteilung dabei. Um uns eine Vorstellung der ständigen Umgebung der Unsicherheit zu geben, erzählt sie, dass sie für den Gang zur Bank, um Dollars gegen einheimische Währung umzutauschen, einen Leibwächter hatte. In das Lebensmittelgeschäft, in dem sie die haitianischen Gourdes (einheimische Währung) ausgab, wurde sie von einem bewaffneten Aufseher begleitet.
Das Bild der Schäden, die durch das Erdbeben verursacht wurden, ist gewiss schrecklich: Häuser, mehrstöckige Gebäude, Institutionen, Geschäfte, der Präsidentenpalast, die Ministerien etc.: alles liegt von beiden Seiten in allen Straßen in Trümmern. Selbst einige Bauten nach westlichem Standard sind auf unwiederbringliche Weise zerstört.
Frau Santolalla und Herr Péan.
Und da man weiß, dass das Land so arm ist, dass es so eine Katastrophe nicht mühelos überwindet, ist das Ausmaß noch schlimmer. Die Auswirkungen des Erdbebens vom vergangenen Januar sind in Haiti dermaßen verheerend gewesen, da die Bauten nicht gemäß den anti-seismischen Schutznormen gefertigt wurden (da Haiti bis heute nicht auf einer solchen Zone gelegen ist).
Ob es sich um Lebensmittel, Baumaterialien, das Aluminium zur Herstellung der Blindenstöcke handelt.... alles muss importiert werden und ist folglich extrem teuer.
Nach einer vor ihrer Reise entstandenen Kontaktaufnahme, hat Frau Santolalla eine Aluminiumfabrik, in der Kochtöpfe und andere Haushaltsartikel hergestellt werden, besucht. Zum Beispiel kommt ein 3 Meterstück Aluminium (importiert) auf 110 US$, wohingegen auf dem peruanischen Markt, den Frau Santolalla kennt, ein Stück von 4 Metern ungefähr 7 US$ kostet!!
In Haiti kostet eine Flasche Coca-Cola fast 28$ während man bei uns diesen Preis durch 5! teilen kann – und das ist bei allem so...
Der Direktor der Fabrik hat unserer Repräsentantin also zu einem ganz soliden Plastikmaterial, das PVC, 9 Meter linear für 5$, geraten, das günstig ist und das vielleicht für die Anfertigung der Blindenstöcke das Richtige sein könnte. Wir werden uns also anpassen müssen – was bedeutet, sich die Fabrikationsmaschinen und deren genaue Maßausrichtung im Verhältnis zu einem anderen Material gleich dem PVC, noch einmal anzusehen, da das Aluminium nicht verfügbar ist.
Anlässlich ihres letzten Treffens mit Herrn Michel Péan, vor Verlassen des haitianischen Bodens, hat Frau Santolalla ihm die schlechte Nachricht, dieser enormen Schwierigkeit, vor Ort Rohmaterial für die Anfertigung der Blindenstöcke zu finden, mitgeteilt. Er hat Julia angefleht: „Bitte, Frau Julia, finden Sie für uns eine Lösung, damit wir selbst unsere Blindenstöcke herstellen können – aus Plastik oder sogar aus Bambus.“ Julia hat ihm versprochen, dass die FIDACA eine Lösung für die Blindenstöcke seines Landes finden würde.
Zusätzliche Informationen, berichtet von Frau Santolalla, um sich die Situation von Haiti besser vorstellen zu können:
- Die Realität von Haiti sind einmalig auf der Welt, sogar vor dem Erdbeben: viel komplexer als die afrikanischen und moslemischen Länder. Port au Prince ist eine Stadt am Meer, ausgebreitet zwischen den Hügeln und nur das Stadtzentrum ist ebenerdig, der Rest der Stadt besteht nur aus kurvenreichen Sträßchen, ohne Namen ..., die Straßen sind aus festgetretenen Boden, Steinen und Kieselsteinen, sogar in den Wohnvierteln.
- In einem Kleintransporter von einem Ort zu einem nicht weit entfernten anderen Ort zu fahren, kann fast eine Stunde dauern wegen der durch den herabgefallenen Schutt der eingestürzten Gebäude beschädigten Straßen. Völlig ausgeschlossen ist, Taxis zu finden oder zu Fuß auf der Straße spazieren zu gehen.
- Der Postdienst von Haiti aus dauert 4 Monate bis zur Ankunft am Bestimmungsort.
- Es ist sehr schwer, überall tausende Zelte und Menschen zu sehen, die alles verloren haben, Häuser, persönliche Sachen, Familien, Freunde und die nicht daran denken können, es zu überwinden, da die Kosten für das Wegräumen des Schuttes sehr hoch sind und für den Wiederaufbau .... haben die Haitianer nicht die Mittel.
- Es gibt zwei Supermärkte in Betrieb, bewacht von Sicherheitspersonal, das mit Maschinenpistolen in der Hand bewaffnet ist. Ansonsten gibt es eine Menge kleiner Straßenhändler.
Kleine Straßenverkäufer bringen sich nahe von den Ruinen und dem Bauschutt, unter.
- Entlang der Straße verkaufen die Leute Produkte, die sie mehr schlecht als recht erworben haben und als Anekdote kann man auf einem Bürgersteig einen Händler sehen, der Stereoanlagen und sehr moderne Fernseher verkauft!
Anne Maniero 7. Juni 2010
(auf der Grundlage des Berichtes über den Besuch von Frau Santolalla in Haiti vom 4 bis zum 8 Mai 2010)
******************
7 - Die ESDAC-Erfahrung wird in 2012 bestärkt
Wir berichteten Ihnen in der letzten Ausgabe des FIDACA-Bulletins –Nr. 20- über das „ESDAC“-Treffen, das in Landschlacht im Oktober 2009 stattfand, wobei sich 38 Teilnehmer aus 14 Ländern zusammenfanden.
(Zur Erinnerung: ESDAC = Exerzitien zur Vertiefung eines apostolischen Bewusstseins).
Ende des Jahres hatten wir die anwesenden Teilnehmer der Vereinigungen gebeten, uns ihre Bewertung des Erlebnisses, ihre Eindrücke und eventuelle Auswirkung in ihrem eigenen Vereinskreis zu geben.
Wir haben verschiedene Antworten von fast allen erhalten. Manche zeigten für diese Art des Austausches ein reges Interesse, so dass sie anlässlich einer Einkehr oder eines nationalen Treffens bei ihren Mitgliedern ein ähnliches Erlebnis wie jenes, das in der Schweiz geteilt wurde, aufleben lassen wollen.
Wir stellen fest, dass unsere Mitglieder der Südländer besonders motiviert sind, die Initiative innerhalb ihrer eigenen Vereinigung weiterzuführen und Interesse daran haben, dass eine Fortsetzung des Treffens vom Oktober 2009 zukünftig organisiert wird.
Der FIDACA-Vorstand spürt für die Föderation selbst und ihre Mitglieder diesen gleichen, von den ESDAC-Diskussionsführern 2009 aufgebrachten Wunsch, in der Geisteshaltung weiterzumachen, sie aber auch zu vertiefen.
Da wir auch in die Vorbereitung der „Weltjugendtage/ W J T“ in Madrid im August 2011 einbezogen sind, wird FIDACA einen aktiven Empfang für die jungen Mitglieder hinzufügen. Dies wird die Gelegenheit einer neuen Dimension der Betrachtung und der geeigneten Animation mit und für sie sein.
Das Hauptziel dieses 2. ESDAC-Treffens ist ganz klar dieses:
„ Ein Treffen mit Gott in der Gemeinschaft der FIDACA-Mitglieder, um daraus Kraft und Segen für das Leben der Vereinigungen zu gewinnen.“
Aber man kann auch einen zusätzlichen Vorteil ins Auge fassen, der auf die Verbesserung der Kommunikation und der Verbindungen unter den Verantwortlichen – sowohl junge als auch alte – der Vereinigungen innerhalb der FIDACA, abzielt.
Die praktischen Modalitäten und der Verlauf des Seminars werden dem Vorherigen gleichen und sie werden zu gegebener Zeit daran erinnert.
Schon jetzt laden wir Sie zu diesem Treffen ein und versprechen Ihnen erneut eine reiche und schöne christliche Erfahrung.
Der FIDACA-Vorstand
13. Juli 2010
****************
8 / Gedanken und Gebete für unseren Freund Luca Bergamaschi
Seit Ende 2009 leidet unser ehemaliger Präsident Luca Bergamaschi an einer ernsten Krankheit am Kopf.
Eine Operation fand am Montag, 24. Mai statt. Sie ist trotz eines sehr hohen Fiebers gut verlaufen.
Am 8. Juli konnte ein geeignetes Antibiotikum gefunden werden und er ist jetzt fieberfrei.
Wir hoffen auf eine endgültige und schnelle Heilung von Luca Bergamaschi.
Es liegt uns daran, Sie über diese schwierige Zeit, die er durchmacht, zu informieren, um Sie zu bitten, Ihre Gedanken und Ihre Gebete mit den unseren und jenen seiner Familie zu vereinen. Wir beten für Maria-Giovanna, seine Ehefrau, und für ihre Kinder.
Wir wünschen viel Energie und schenken unserem ehemaligen Präsidenten unsere ganze Unterstützung und Zuneigung.
i.A. Fidaca
Anne Maniero
14. Juli 2010
*******************************************************
Bulletin FIDACA Nr. 21, 1. Halbjahr 2010
Zusammenarbeit: Eric Ghysselinckx, André Tihon, Ignacio Segura Madico, Julia Santolalla, Anne Maniero.
Übersetzer: Karin Landwehr-Münz für Deutsch; Luis Garcia Martinez für Spanisch; Pater André Orban und seine Mitbrüder für Englisch.
Fidaca Sekretariat: 15, rue Mayet – F-75006 Paris / Tel.& Fax: +331 60 89 49 46
secretariat @fidaca.org WebSite : www.fidaca.org