Bulletin FIDACA Nr. 24 - WINTER 2011-2012
INHALTSVERZEICHNIS
1- LEITARTIKEL vom Präsidenten
2- Psalm 144 von Stan Rougier'
3- Durch die Augens des Glaubens... - Ignacio Segura Madico von CECO
4- Madrid XXVI JMJ 2011 – Lucia und Ariana von MAC
5 - Weltjugendtagserfahrung Madrid – Karen Saez von Acivic
6- Faltbaree Blindenstöcke für Arequipa
7- Weiterverfolgung Projekte
8- VERZEICHNIS DER MITARBEITER und DATEN WEBSITE FIDACA
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LEITARTIKEL
Lieber Freund, liebe Freundin,
wir leben in einer weltlichen Umgebung, wo die finanzielle Unsicherheit, die Naturkatastrophen herrschen, und wo die moralischen Orientierungspunkte umgeworfen werden.
Und wir, jede und jeder, können uns fragen: was können wir tun?
Mitglied sein in einer internationalen Vereinigung, in der wir die Werte der Nächstenliebe leben, macht uns offen für die anderen, für interkontinentale Treffen und den Austausch von Ideen und Projekten, die eine gerechtere und menschlichere Welt schaffen.
Diese internationale in die Zukunft gerichtete Dimension bringt uns dazu, uns zu übertreffen und zum gegebenen Moment Bilanz zu ziehen.
Somit sind es fast vier Jahre, die vergangen sind, seit der letzten am 8. März 2008 abgehaltenen Generalversammlung. Die nächste Generalversammlung wird am 24. Februar 2012 in Landschlacht im Sitz der FIDACA stattfinden. Der Vorstand bereitet dieses wichtige Ereignis vor, an dem die Delegierten der Mitgliedsvereinigungen teilnehmen werden.
Der wesentliche Einsatz dieser Generalversammlung wird sein, die Zukunft der FIDACA für die kommenden 4 Jahre von 2012 bis 2016 festzulegen.
Um diese Begebenheit gut vorzubereiten, wird 3 Tage vor dem 24. Februar ein Seminar organisiert, d.h. von Dienstag, 21. bis Donnerstag, 23. Februar; dieses Seminar konzentriert sich auf das Thema der christlichen Identität der FIDACA und der Mitgliedsvereinigungen und wird uns veranlassen, über die persönlichen Engagements der Delegierten nachzudenken.
Dieses Seminar wird die Gelegenheit sein, Meditationen, persönliche Treffen, den Austausch von Ideen und Entspannungsmomente zu erleben.
Die FIDACA als Föderation ist ein Ort der Versammlung von Menschen und Vereinigungen, die die gleichen Werte teilen, die in nationaler Umgebung entstehen.
Der internationale Aspekt der FIDACA ermöglicht, ihre Erfahrungen auszutauschen, sich zu stützen, sich Gehör zu schenken, den Weg gemeinsam auf menschlicher und brüderlicher Weise weiter zu gehen.
Die Katholizität der Föderation kennzeichnet die Universalität des Teilens der Werte und der Suche nach Jesus Christus. Diese Dimension ist gerade vom 16. bis 22. August 2011 während der Weltjugendtage erlebt worden.
Leben in einer universellen Familie soll uns unterstützen und unsere Mitgliedschaft bei der FIDACA ist die Öffnung, die jede unserer nationalen Vereinigungen fördern muss.
Die Gründung des Luca Bergamaschi – Fonds ist die Konkretisierung der brüderlichen gegenseitigen Hilfe der Mitgliedsvereinigungen in den Entwicklungsprojekten.
Wir sind alle aufgerufen, uns innerhalb der FIDACA, als Zeugen von Jesus Christus und vom Hl. Geist getragen, zu vereinen.
Lasst uns unserem Engagement innerhalb unserer Vereinigungen und innerhalb der Föderation einen Sinn geben.
Somit werden wir, die Freude, die wir erleben, um uns herum weiter tragen können und in Jesus Christus Licht für die Welt sein.
Der Präsident
November 2011
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Deutsche Bibelübersetzung TOB
1 Ich will dich rühmen, mein Gott und König,
und deinen Namen preisen immer und ewig;
2 ich will dich preisen Tag für Tag
und deinen Namen loben immer und ewig.
3 Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.
4 Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke
und erzähle von deinen gewaltigen Taten.
5 Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden;
ich will deine Wunder besingen.
6 Sie sollen sprechen von der Gewalt deiner erschreckenden Taten;
ich will von deinen großen Taten berichten.
7 Sie sollen die Erinnerung an deine große Güte wecken
und über deine Gerechtigkeit jubeln.
8 Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
9 Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.
10 Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
11 Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht,
12 den Menschen deine machtvollen Taten verkünden
und den herrlichen Glanz deines Königtums.
13 Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten,
deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.
14 Der Herr stützt alle, die fallen,
und richtet alle Gebeugten auf.
15 Aller Augen warten auf dich
und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.
16 Du öffnest deine Hand
und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen.
17 Gerecht ist der Herr in allem, was er tut,
voll Huld in all seinen Werken.
18 Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe,
allen, die zu ihm aufrichtig rufen.
19 Die Wünsche derer, die ihn fürchten, erfüllt er,
er hört ihr Schreien und rettet sie.
20 Alle, die ihn lieben, behütet der Herr,
doch alle Frevler vernichtet er.
21 Mein Mund verkünde das Lob des Herrn.
Alles, was lebt, preise seinen heiligen Namen immer und ewig!
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DURCH DIE AUGEN DES GLAUBENS ; DIE
BLINDEN PILGER SEHEN DIE WELTJUGENDTAGE
7 Tage lang sind wir bei den Weltjugendtagen, die dieses Jahr in Madrid/Spanien stattfanden, vorwärts gekommen. Eine Gruppe von mehr als 100 Personen der Mitgliedervereinigungen der FIDACA hat an diesem Ereignis des Glaubens und der Liebe teilgenommen.
Während der vom Kardinal Amigo geleiteten Privatmesse, an der wir die Ehre hatten, teilzunehmen, ermutigte er uns in seiner Predigt, auf eine andere Weise zu sehen, nicht mit den physischen Augen, sondern mit den Augen des Glaubens.
Dies hat uns besonders geprägt, da es in unserer Gruppe viele sehbehinderte Menschen aus verschiedenen Ländern gab, die zum ersten Mal gemeinschaftlich unter der Schirmherrschaft der FIDACA an den Weltjugendtagen teilnahmen.
Seit mehr als 2 Jahren ist daran gearbeitet worden, damit diese Menschen an den Weltjugendtagen teilnehmen können, wobei die Orte und Situationen an deren besondere Bedürfnisse angepasst wurden.
Nach Beendigung dieser Tage können wir lautstark sagen, dass diese Pilger, die auf eine andere Weise sahen, diese Sichtweise auch ihren Freunden in Christus sehen ließen – die fälschlicherweise „ehrenamtliche Helfer“ genannt werden, weil sie nur die Christen der Liebe sind.
Die blinden und sehbehinderten Augen dieser Menschen haben eine Panoramaaufnahme der Weltjugendtage sichtbar gemacht, die bei den anderen Durchführungen niemals von den Mitarbeitern erlebt werden konnte.
Ihre ansteckende Freude ist für alle ein Beispiel des Über-sich-selbst-Hinauswachsens und der tiefen Besinnung, obwohl uns manchmal kleine Hindernisse distanzieren und uns gegenüber Gott misstrauisch machen. Das Sehvermögen der Seele, so oft geblendet vom psychischen Sehvermögen, bringt uns dazu, uns innerlich darüber zu freuen, was wir erleben; sie ist jedoch wie ein Vulkan, der in unserem Gesicht ausbricht, indem er uns strahlendes Licht schenkt, das unsere Person umgibt und uns dazu bringt auf die anderen zuzugehen.
In diesen Momenten taucht das Wort unter uns auf und wird in ein reelles Echo umgewandelt und nicht in ein mit der Zeit flüchtig gewordenes Bild.
Die Gesichter der Freude von diesen Pilgern zu sehen, erfüllte die Seele und viele werden denken, sie würden es nicht besser im Fernsehen sehen können; sie waren sich nicht im Klaren darüber, dass die Wirklichkeit der Weltjugendtage nicht nur ist, die Worte des Papstes anzuhören, sondern das Evangelium ganz besonders als Brüder und Schwestern zu praktizieren.
Manchmal sind wir seelenbehindert … ohne voll und ganz wahrzunehmen, dass das Wesentliche ist, eine „Seele mit Sehvermögen“ zu haben.
Ignacio Segura Madico / Vizepräsident der CECO
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MADRID XXVI JMJ 2011
« Bleibt in ihm verwurzelt und auf ihn gegründet, und haltet an dem Glauben fest » (Col 2,7)
Das Abenteuer begann am Mittwoch, den 10. August am Flughafen von Pisa. Unsere Gruppe, die zu Beginn aus 13 Personen bestand, ist während der Woche der Weltjugendtage durch die Anwesenheit von 3 neuen Freunden aus Caltagirone (Sizilien) reicher geworden. Während der ersten vier Tage „Vor den Weltjugendtagen“ sind wir von der Pfarrgemeinde „Doce Apostoles“ (zwölf Apostel) im Zentrum von Madrid in Familien aufgenommen worden, die uns ihre Häuser zu unserer uneingeschränkten Verfügung stellten.
Wir wurden immer von ehrenamtlichen Helfern begleitet, die uns, im Wechsel, die Schönheit von Madrid entdecken ließen: wir haben das historische Zentrum besucht, die Kathedrale, den botanischen Garten, das Stadion Bernabeu, und noch viele andere Dinge.
Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, war der brüderliche Empfang, den uns die Jugendlichen der Pfarrei bereitet haben, indem sie uns ihre Zeit und ihre Zuneigung schenkten. Um ihnen zu danken, haben sich einige von uns in Köche verwandelt, und eines Abends haben wir ein strikt italienisches Abendessen bereitet. Am Sonntag, 14. August, sind wir nach Avila gefahren, einer kleinen wunderschönen mittelalterlichen Stadt, wo wir die hl. Messe in der Karmel der Hl. Theresa gefeiert haben.
Am Montag, den 15. haben wir uns in der von den Verantwortlichen der Empfangsgruppe FIDACA-CECO hergerichteten Schule einquartiert, um dort für die ganze Woche zu bleiben. Zum ersten Mal in der Geschichte der Weltjugendtage haben wir die Chance gehabt, dieses bedeutende Ereignis mit der FIDACA zu erleben in einer Gruppe, die die aus Spanien, Italien, Deutschland und Lateinamerika kommenden blinden und sehenden Pilger vereinte. Wir hatten somit die Gelegenheit, diese Tage in einem multikulturellen Klima zu verbringen und uns mit den Menschen ganz verschiedener Perspektiven zu konfrontieren, die aber alle den christlichen Glauben gemein haben.
Am Dienstagmorgen haben wir den Park « Parque del Retiro » besichtigt, wo sich der große Platz für die Konfessionen befand und die großen « Zelte », darunter jene der Anbetung und das « Zelt der Behinderung ». In diesem Letzteren gab es die Stände von verschiedenen katholischen Vereinigungen und man hat alles was gemacht wurde präsentiert, um es den behinderten Menschen zu ermöglichen, die Weltjugendtage auf die bestmögliche Weise zu erleben. Nachmittags nahmen wir an der Messe teil, die vom Erzbischof von Madrid auf dem Platz „Plaza Cibeles“ zelebriert wurde.
Während der 3 folgenden Tage haben wir am Morgen die Katechesen erlebt, die jeweils von den Bischöfen aus Aversa, Torino und Como mit den Jugendlichen der Diözesen von Lodi, Como, Favia und Vigevano abgehalten wurden. Am Mittwochnachmittag haben wir das Typhlologische Museum der spanischen nationalen Blindenorganisation ONCE besichtigt, wo man die Möglichkeit hatte, die Modelle der bedeutendsten archetektonischen Werke Spaniens und der Welt zu berühren.
Am Donnerstag, den 18., haben wir mit all den anderen Pilgern den Papst wieder auf dem Platz « Plaza Cibeles » empfangen. Wir haben gewartet, und den Pontifex mit der ganzen Freude und der Begeisterung begrüßt, die das spanische Volk durch die Tänze und Jubeldarbietungen, die alle Ereignisse dieser Weltjugendtage charakterisierten, zu übertragen wusste.
Am Freitagnachmittag haben wir am Kreuzweg teilgenommen: jede Station war mit einem aktuellen Thema verbunden wie z.B. die Droge, die befristete Arbeit, die Behinderung, der Krieg ...
Samstag, den 20. schließlich, waren wir, nach einer abschließenden Eucharistiefeier der Erfahrungen der FIDACA-Gruppe per Bus auf dem Militärflughafen „Cuatro Vientos“, um an der Mahnwache und am Sonntagmorgen an der Messe mit dem Papst teilzunehmen. Die Mahnwache ist von den Jugendlichen eröffnet worden, die dem Papst Fragen bezüglich ihrer Stellung als junge Christen stellten, auf die Benedikt XVI nicht antworten konnte wegen eines starken Gewitters, das über Madrid niedergegangen war und die Organisatoren dazu zwang, das Treffen zu verkürzen.
Während der verschiedenen Ereignisse konzentrierte sich der Papst in seiner Botschaft trotzdem auf die Jugendlichen und ihre Träume, die sich nicht darauf beschränken sollen, nach einem wirtschaftlich sicheren Leben zu streben, sondern sich nach etwas Größerem und Tiefergehendem. Er hat uns aufgefordert, immer in Christus verwurzelt und fest im Glauben zu bleiben und dem Beispiel Marias folgend, uns in den Dienst des Willens Gottes zu stellen, indem wir auf diese Weise die Werte, von den die Jugendlichen glauben, das sie nicht christlich sind, bezeugen.
Am folgenden Tag sind wir in die Pfarrgemeinde Doce Apostoles zurückgekehrt und wir haben die beiden letzten Tage unseres Aufenthaltes in Madrid mit Ausruhen und Besichtigungen verbracht, um das zu besuchen, was noch zu sehen anstand, wie der Stierkampfplatz “Plaza de Toros“ und das Museum „Musée du Prado“.
Am Ende des Abenteuers haben wir uns getroffen, um unsere Koffer wieder zu packen und um eine kurze Bilanz aufzustellen über dieses Überflüssige in uns selbst, das wir dank dieser Erfahrung aufgegeben haben und über so viel Reichtum, den wir als Gegenleistung mit nach Hause nahmen. Vor allem haben wir, zumindest ein bisschen, unsere Anhänglichkeit zum Komfort aufgegeben: die kalten Duschen, der nächtliche Schlaf auf dem Boden, die nicht immer schmeckende Nahrung, die Stunden unter der Sonne und die plötzlichen Gewitter waren an der Tagesordnung.
Dennoch das alles zu erleben, hat uns die Fähigkeit verliehen, geduldig und auch fröhlich in schwierigen Situationen zu sein und den wahren Wert der kleinen Dinge, wie ein gutes Essen, ein warmes Bad und ein bequemes Bett, um sich auszuruhen, die oft für selbstverständlich gehalten werden, zu entdecken.
Wir haben auch ein bisschen auf unseren Freiraum und unsere individuelle Zeit im Zeichen des Teilens verzichtet: sei es innerhalb unserer Jugendgruppe, sei es in Beziehung mit so vielen anderen Menschen, die auf die eine mehr oder weniger direkte Weise an den Weltjugendtagen teilnahmen: wegen der vor allem logistischen Anforderungen waren die Orte und Zeiten der verschiedenen Aktivitäten meistens gemeinsam.
Immer mehr haben einfach die Beweggründe der Organisation Platz gelassen, für eine authentische Lust zusammen zu sein: wir haben somit solide und aufrichtige Freundschaften geschlossen, wobei wir uns immer gut aufgenommen und begleitet fühlten; zur gleichen Zeit nützlich für die anderen, jeder auf seine Art, und wir haben gelernt, dass Schwierigkeiten, wenn man sie teilt, sich verringern, die Freude sich vermehrt und jeder Moment an Bedeutung gewinnt. Man hat sich auch freigemacht von vielen Stereotypen über Kulturen, die von unserer abweichen, zugunsten einer gesunden und konstruktiven Neugierigkeit: man ist von einem harmonischen Ganzen, einem riesigen kulturellen Mosaik ausgegangen, das konkret die Übereinstimmung der Menschen in Christus realisiert hat. Der Glaube an Ihn ist die größte Kostbarkeit gewesen, die uns diese Erfahrung gegeben hat: wir haben die Auffassung der Unterwürfigkeit gegenüber Gott als strenger und unergründlicher Richter beiseite gelegt, um einen Glauben wieder zu entdecken, der ein Synonym des freien und bewussten Vertrauens in den lebendigen Menschen und echten Christen ist, geschickt vom Vater als Zeichen der höchsten Liebe, um sich selbst ganz zu verschenken für das Heil und das Glück von jedem von uns. Wir haben mit unseren Augen gesehen wie dieser Glaube Gestalt annimmt auf den strahlenden Gesichtern von Millionen von Jugendlichen, die aus allen Erdteilen kamen, um an diesem so spezifischen Treffen mit Jesus und seiner Kirche teilzunehmen; wir haben immer wieder diese aus dem Herzen kommende Liebe von so vielen Menschen bemerkt, die unentgeltlich und ohne sich zu schonen, ihre Zeit und ihre Energie in den Dienst aller Pilger stellten, damit sie diese Tage des Gebetes und der Brüderlichkeit bestmöglich erlebten.
Sicher ist, dass die Schätze, die wir gerade erhalten haben, nicht dazu gedacht sind, eifersüchtig in uns bewahrt zu werden, sondern sie mit all jenen, die wir auf dem Weg unseres Lebens treffen, zu teilen. Wir fühlen uns bereit, auf den Aufruf zu reagieren, den Jesus durch den Mund des Hl. Vaters und derjenigen, die uns durch diese Weltjugendtage geleitet haben, ständig an uns richtet: unsere Pilgerfahrt ist nicht zu Ende, sie beginnt jetzt wieder und sie will die ganze Welt erreichen, um die Bekanntmachung eines nicht nur möglichen sondern reellen und authentischen Glaubens von einem Christus zu überbringen, der nicht ein schönes Andenken aus der Vergangenheit ist, sondern eine immer lebendige Anwesenheit, eine unerschöpfliche Quelle der Freude.
„Verwurzelt und auf ihn gegründet, und am Glauben festhaltend“, brechen wir also von Madrid wieder auf und verabreden uns mit allen zu den nächsten Weltjugendtagen.
Lucia Armano und Arianna Ranauro / MAC
Oktober 2011
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WELTJUGENDTAGSERFAHRUNG - MADRID
Vor allem will ich Gott und meiner Familie dafür danken, dass sie mir die Gelegenheit gaben, an den Weltjugendtagen 2011 in Madrid teilzunehmen. Mein Dank geht auch an die Institution ACIVIC-Chile, die ich vertrat und an ihre Mitglieder, die zusammen an der Organisation meiner Reise arbeiteten.
Ich gestehe Ihnen, dass die Reise nach Spanien für mich etwas weit entferntes war, da ich nicht über finanzielle Mittel verfüge. Als man mir die Möglichkeit mitteilte, in Madrid an den Weltjugendtagen teilzunehmen und auch noch den Hl. Vater zu treffen, habe ich nicht einen Moment gezweifelt und habe direkt angefangen, die nötigen Formalitäten vorzubereiten, um diese schöne und unvergessliche Reise zu verwirklichen.
In dem Moment als ich von der Bestätigung meiner Reise erfuhr, verspürte ich ein großes Glücksgefühl, da diese neue Erfahrung sehr bereichernd sein würde, nicht nur wegen dem Treffen mit dem Papst sondern wegen dem Erfahrungsaustausch mit Menschen aus verschiedenen Ländern der ganzen Welt (Menschen mit und ohne Behinderung).
VERLAUF DER WELTJUGENDTAGE
Ich fand die Aktivitäten der Weltjugendtage sehr abwechslungsreich. Es gab ein Unterhaltungsprogramm (vielfältige Konzerte christlicher Musik, um Gott zu loben), um nachzudenken, wie wir, die Jugendlichen, unseren Glauben leben (während der Eucharistiefeiern, der Katechese, der Konferenzen etc....), um die Stadt zu besichtigen (Besuch des Typhlologischen Museum der ONCE – sehr interessant, eine Rundfahrt zu den wichtigsten Stellen von Madrid), Zeiten zum gegenseitigen Austausch unter den Teilnehmern, etc.
TREFFEN MIT DEM PAPST
Ohne Zweifel, der am meisten erwartete Moment aller Jugendlichen und der Öffentlichkeit war das Treffen mit dem Papst.
Das war vielleicht der ergreifendste Moment, weil wir alle den Wunsch hatten, seine Worte, seine Botschaft der Liebe, der Hoffnung und des Dankes gegenüber den Gläubigen zu hören.
Für mich war der bedeutendste Moment, als am Tag der Mahnwache auf dem Platz „Place des Quatre Vents“ während der Ansprache des Papstes ein schweres Gewitter mit Starkregen und Wind ausbrach. Im ersten Moment dachte ich, dass es schnell vorbei sein würde, aber es hörte nicht auf, und wir versuchten, uns mit allen Mitteln vor dem Gewitter zu schützen. Der Papst setzte seine Predigt mit Schwierigkeiten fort, und wir die Pilger sind zusammen mit den freiwilligen Helfern auf dem Platz weiter geblieben, zur Demonstration, dass der Glaube an Gott größer ist als irgendeine Schwierigkeit, die sich uns stellt.
Was mich schließlich am meisten berührt hat, ist die tiefgehende Botschaft von Benedikt XVI an die Gläubigen während der Eucharistiefeier. Das Wichtigste seiner Botschaft in der Abschlusszeremonie war, dass wir im Glauben standhaft bleiben und uns um die Hilfsbedürftigsten kümmern und dem Herrn auf alle verschiedenen Arten dienen.
Karen Saez Navarro
Acivic Chile / November 2011
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Faltbare Blindenstöcke für Arequipa
Im Juli 2011 besuchte die Direktorin des BRAL-Regionalbüros in Lateinamerika ein Rehabilitationszentrum für Blinde in Peru, wobei sie eine Maschine zur Herstellung unserer Blindenstöcke mitbrachte.
Dank des positiven Saldos auf dem Konto des BRAL-Regionalbüros, das immer in optimaler Weise geführt wird, und der hinzugefügten Restsummen aus mehreren nun seit Anfang 2009 vervollständigten „Blindenstock“-Projekten, hat Frau Santolalla ausnahmsweise das Projekt der „Blindenstöcke“ auf das Blindenrehabilitationszentrum CERCIA (« Centro de Rehabilitación de Ciegos de Arequipa ») ausgeweitet. Viele Anfragen wurden an sie gesendet und dies ermöglicht eine Zentralisierung für die Bedürfnisse der etwas abgelegenen Region (im Süden des Landes).
Einige dieser Einrichtungen sind Internate, aber CERCIA schlägt eine Tagesaufnahme für erwachsene Blinde vor, die ihre Sehkraft durch verschiedene Unfälle oder unglückliche Umstände verloren haben. Unter den etwa 100 Schülern gibt es Jugendliche, Uni-Studenten aller Fachrichtungen und auch Menschen im Ruhestand. Die Rehabilitierung stützt sich natürlich auf das Erlernen der Blindenschrift, blindengerechte Informatikprogramme, Werkstätten für manuelle und musikalische Bildung aber auch und vor allem, dank des Blindenstockes, die Unterstützung zur selbständigen Fortbewegung.
Abgesehen davon hat die Schule nur sehr wenige Blindenstöcke und die vom Land oder den Nachbarprovinzen ankommenden Schüler haben keine, die ihnen gehören ....
Frau Julia Santolalla kennt dieses Problem schon lange und endlich ist mit dem Projekt der faltbaren Blindenstöcke, eine Spende der FIDACA, die Hoffnung, den Mangel abzubauen, wahr geworden.
Anlässlich der Übergabe der Maschine, wofür Frau Julia Santolalla gebeten hatte, Röhren aus kalibriertem Aluminium und eine Säge vorzubereiten, waren der Direktor Prof. Walter Denner Alarcon und die Lehrer alle versammelt, um zuzuschauen und ihre Funktionsweise zu erfahren. Julia hat die gewohnte Demonstration, worin sie nun Experte ist, gemacht, dann haben die Kollegen unter sich DEN ersten Blindenstock hergestellt. Als „Qualitätskontrolle“ gab es eine praktische Umsetzung mit einigen anwesenden Schülern und der Freudenbeifall erschallte nach der Ziehung durch das Los, das die Person bestimmte, die diesen Blindenstock erhielt. Das war wirklich ein Fest, das ganze CERCIA-Zentrum war sehr fröhlich – und voller Dankbarkeit gegenüber der FIDACA und ihrer Mitglieder.
Als Begleitung zur Lieferung der kleinen Maschine fügt Julia Santolalla immer das zur Versorgung des ersten Postens nötige Material bei, wie das unerlässliche Gummiband für den faltbaren Blindenstock, die als Handgriff dienenden Stiele und die Aufkleber mit dem Logo der FIDCACA.
Sowie der Direktor als auch das Personal und die Schüler haben Julia gebeten, dem Präsidenten der FIDACA, dem Vorstand und den Mitgliedern ihre tiefe Dankbarkeit zu übermitteln für das Ermöglichen einer Lösung von der die Blinden seit langem träumen.
Die Direktorin des BRAL-Regionalbüros bat sie darum, gleichsam während der Verwahrung von jeder Maschine in jedem Land mit anderen kleinen Institutionen der Region zusammenzuarbeiten – indem sie einen Teil der Blindenstöcke, den sie herstellen, verkaufen und/oder spenden. Wie z.B. in Puno (ganz im Süden gelegen, aber mehr östlich und an der Seite der bolivianischen Grenze (der Bereich von Arequipa liegt im Westen und breitet sich entlang der pazifischen Küste aus), wo Julia, durch ihre Arbeit für das DKBW, mit einer Gruppe von blinden Menschen, die seit langem um Grund- und Hilfsmaterial für die Rehabilitierung bitten, in Verbindung steht.
Hier ein gutes Sprungbrett für eine lokale Zusammenarbeit ... initiiert von FIDACA .
Anne Maniero
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Weiterverfolgung Projekte
1/ Blindenstöcke Lateinamerika
Zur Erinnerung, das Projekt « Blindenstöcke » ist im März 2008 eingeführt worden und die erste Phase begann im Jahr 2009 mit Peru und Honduras als Empfängerländern. Die zweite Phase mit Haiti und Bolivien folgte in 2010.
Im Jahr 2011, für das erste Halbjahr berichteten wir Ihnen im vorherigen Bulletin über Chile; der folgende Empfänger ist El Salvador in Mittelamerika, wo das Projekt an diesem Jahresende vorbereitet wird.
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2/ Informatikschulung Afrika
Wir berichteten Ihnen im November 2009 (Bulletin Nr. 20) vom Beginn der Verwirklichung des Projektes der Informatikschulung, das den afrikanischen Mitgliedern bei der Generalversammlung 2008 gewährt wurde. Unser Mitarbeiter, Herr Boeglin hatte sein Know-how sechs Personen aus Togo, Kongo-Brazzaville und Benin anlässlich deren Kommens zum ESDAC Seminar I in Landschlacht zuteil werden lassen. Seitdem konnte die Weiterbildung übers Internet aus mehreren Gründen nicht ausgeführt werden, und wir mussten in Betracht ziehen, auf andere Weise fortzufahren. Der Präsident Eric Ghysselinckx hat, unter seinen Kontakten bei der ONA, eine Person auf der Durchreise nach Brüssel getroffen, die Mitglied einer Vereinigung von Burkina Faso ist. Diese Vereinigung (UN-ABPAM) bildet behinderte und sehbehinderte Menschen an Informatikgeräten aus. Kontakt wurde mit dem Präsidenten und dem Ausbilder aufgenommen, um die Entsendung junger Vertreter unserer Mitglieder nach Ouagadougou zu planen.
Die Hauptidee für die Empfänger ACATO, FCAC und GACAB war, die Schulung vor Ort weiterzuführen. Es war bei der Auswahl der Personen für FIDACA auch wichtig, dass die Lehrgangsteilnehmer, die diese Schulung mitgemacht haben, in der Lage sind, das erworbene Wissen an andere weiterzugeben.
- Ein junger Student aus Togo (von der Universität Lomé, wo er für einen „Master Titel“ studiert) ist für einen Monat Schulung im letzten August nach Ouagadougou gereist. Ein guter Bericht über den Lehrgang wurde uns geschickt, worin klar zum Ausdruck kam, dass der togolesische Student ein begabter Schüler ist, der das Entlassungsziel erreichte und zwar eine Selbständigkeit in der Nutzung des Computers.
- Was Benin betrifft, so nimmt ein Jugendlicher von GACAB zurzeit am Lehrgang teil: er geht zwei Mal die Woche während dieser Monate November und Dezember ins Blindenzentrum von Cotonou.
- Die Vereinigung von Brazzaville betreffend, hat sich dieser Vorgang im Sommer etwas verspätet, da sie ihre ganze Energie und Bemühungen in die Absicht, sechs Personen nach Madrid zu den Weltjugendtagen zu schicken, gesteckt haben; leider konnte dies nicht verwirklicht werden.
Seitdem wurde erneut Kontakt aufgenommen, nämlich mit einer Vereinigung vor Ort „Viens et Vois“ („Komm und Sieh“), die während der zwei letzten Monate in 2011 eine Schulung an 3 Vormittagen abhalten wird.
Unser Projekt brauchte seine Zeit seit März 2008, scheint aber auf eine zufrieden stellende Weise zu einem Ergebnis zu führen. Dank geht an die Mitarbeiter der FIDACA, besonders an Herrn Boeglin von VOIR ENSEMBLE und an Herrn Oulé von der Vereinigung UN-ABPAM in Burkina Faso,
für den guten Abschluss dieser Verpflichtung.
Anne Maniero
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Bulletin FIDACA Nr. 24, 2. Halbjahr 2011
Zusammenarbeit: Eric Ghysselinckx, Lucia Armano und Arianna Ranauro, Karen Saez, Ignacio Segura, Anne Maniero.
Übersetzer: Karin Landwehr-Münz für Deutsch; Igancio Segura für Spanisch; Pater André Orban und seine Mitbrüder für Niederländisch.
secretariat @fidaca.org WebSite : www.fidaca.org